Schule

Kulturelle Bildung und Schule

Wie hat Corona das Schul- aber auch das Kulturleben verändert? Was benötigen Schulen im Augenblick, um Kulturelle Bildung weiterhin zu ermöglichen? Und wie kann der Kulturbereich coronakonform überhaupt weiterarbeiten und erlebbar gemacht werden?

 

Dieses Themenforum wird von Christina Berr und Christina Hommel  (Referat für Bildung und Sport / Pädagogisches Institut-ZKB /Fachbereich Kulturelle Bildung) moderiert.

Schule

Pandemiekultur – Kulturelle Bildung an Schule

Die Teilnehmenden tauschen sich darüber aus, welche diversen Maßnahmen im Rahmen der Kulturellen Bildung aktuell umgesetzt werden und wie man nachhaltig arbeiten kann, um diese weiterhin während und nach Corona fest im Schulalltag zu verankern.

Es tauschen sich aus: Andrea Gronemeyer, Maya Reichert, Ingund Schwarz, Maximilian Seubert

Moderation:

Christina Berr und Christina Hommel (Referat für Bildung und Sport / PI-ZKB / Fachbereich Kulturelle Bildung)

Vitae:

Christina Maria Berr leitet seit 1. März 2019  die „Kulturelle Bildung“ am Pädagogischen Institut – Zentrum für Kommunales Bildungsmanagement des Referats für Bildung und Sport in München. Schwerpunkte sind Aus- und Fortbildungen Bereich der Kulturellen Bildung für Lehr- und Erziehungskräfte sowie die Schüler*innenprogramme TUSCH – Theater und Schule – und das Schultheaterfestival. 

Zuvor leitete sie die  Stabstelle „Presse und Kommunikation“  des RBS und war neun Jahre bei der Süddeutschen Zeitung als Volontärin und Redakteurin – print wie online – tätig – unter anderem für die Bereiche Lokales, Kultur, Medien und Bildung. Christina Berr studierte Diplom-Dramaturgie sowie Kulturjournalismus und war als Moderatorin und Kuratorin im Literaturhaus sowie als Regieassistentin und Abendspielleitung am Bayerischen Staatsschauspiel und am Berliner Ensemble tätig sowie als Pressereferentin bei den Nibelungenfestspielen in Worms. Als Autorin publizierte sie u.a Hörspiele und ein Theaterstück mit Moritz Rinke sowie verschiedene Kurzgeschichten und gewann das Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats am Literarischen Colloquium in Berlin. In Ihrer jetzigen Funktion helfen Ihr die beruflichen Erfahrungen im Bildungs- wie im Kultursektor, um inklusive, nachhaltige Kulturelle Bildung im Schul- und Kitabereich zu stärken und umzusetzen. 

Andrea Gronemeyer, Intendantin der Schauburg München – Theater für junges Publikum. Andrea Gronemeyer übernahm mit der Spielzeit 2017/2018 die Intendanz an der Schauburg, dem Theater für junges Publikum der Landeshauptstadt München. Davor leitete Sie ab 1985 das freie Theater Comedia Köln und und von 2002 bis 2017 als Direktorin und Intendantin die Kinder- und Jugendtheatersparte Schnawwl am Nationaltheater Mannheim. Gründete sie außerdem die junge Oper Mannheim und war Mitgründerin der Festivals Imaginale(Figurentheater), StepX (Tanz), Happy New Ears (Musiktheater).

Als Regisseurin hat sie bis heute sie über 60 Stücke für junges Publikum inszeniert. Vielfache Einladungen zu nationalen und internationalen Festivals und Preise begleiteten ihren Weg. Für das Tanzstück „Tanz Trommel“ erhielt sie 2014 den Deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie „Regie Kinder- und Jugendtheater“. Für ihre Impulse und ihr stetiges Engagement auf dem Gebiet des zeitgenössischen Musiktheaters für junges Publikum erhielt sie im April 2017 den ASSITEJ-Preis für besondere Verdienste im Kinder- und Jugendtheater

Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit lag stets auf dem Ausbau und der Weiterentwicklung des Theaters mit Kindern und Jugendlichen. In Mannheim gründetet sie für die künstlerische Entwicklung dieser Zielgruppe die Junge Bürgerbühne und iniitierte das Metropolregionsfestival „Junges Theater im Delta“. Mit ihrer Übernahme der Schauburg entstand dort folgerichtig das Schauburg LAB, das den Münchner Kindern und Jugendlichen mit vielen LABs einen Raum für eigene „ungezähmte Kreativität“ bieten will. Hier spielt der Nachwuchs nicht nur selbst Theater, sondern komponiert Musik, schreibt eigene Stücke, tanzt und schafft Bühnen- und Kostümbilder.

Christina Hommel studierte Theaterwissenschaft, Neuere deutsche Literatur und Romanistik an der LMU München. Ihre Magisterarbeit Que la patria os contempla orgullosa. Theater als nationale Identitätsstiftung auf Kuba wurde 2009 publiziert. Im Anschluss an einen Forschungsaufenthalt auf Kuba erhielt sie 2012 ein Forschungsstipendium des DAAD zur wissenschaftlichen Aus- und Fortbildung in Buenos Aires und besuchte 2016, unterstützt durch das Kulturreferat München, eine Weiterbildung der Gruppe Yuyachkani in Lima, Peru. Bereits während ihres Studiums arbeitete sie als Regieassistentin am Bayerischen Staatsschauspiel München und wechselte ab 2008 ans Wiener Volkstheater, wo sie mehrere eigene Inszenierungen realisierte. Christina Hommel arbeitete als feste Dramaturgieassistentin und Dramaturgin am Residenztheater in München, ferner als freie Dramaturgin, Produktionsleiterin und im Organisationsbereich von freien Gruppen und diversen Festivals, darunter Imagetanz, Impulstanz, Wiener Festwochen, sowie über das Goethe-Institut und die Siemens Stiftung bei Experimenta Sur in Bogotá. 2013 begann sie die Theaterprojekte der intergroup des JUNGEN RESI am Residenztheater dramaturgisch und theaterpädagogisch zu begleiten und übernahm seitdem theaterpädagogische Workshops für Kinder und Jugendliche und Patient*innen der Psychiatrie der LMU, woraus sie mehrere Projekte entwickelte. Aktuell ist sie als freie Mitarbeiterin der Kulturellen Bildung am Pädagogischen Institut sowie als Dramaturgin und Theaterpädagogin in München tätig, wo sie in den vergangenen Jahren die Dramaturgie und Gesamtleitung für mehrere vom Kulturreferat geförderte Produktionen übernahm.

Maya Reichert, DOK.education München Kulturvermittlerin und Filmemacherin, leitet seit 2013 den mittlerweile ganzjährigen Bildungsbereich DOK.education (Internt. Dokumentarfilmfestival München), der im Mai 2020 lockdownbedingt seine Filmbildung digitalisiert hat. Sie studierte an der Hochschule für Film und Fernsehen München, wo sie anschließend am Lehrstuhl von Prof. Doris Dörrie arbeitete. Sie führt Lehraufträge u.a. an Bildungsinstituten für Lehrkräfte aus, ist u.a. Mitglied des “Runden Tisches Film und Schule” des Instituts für Schulqualität und Bildungsforschung und ist bayernweit vernetzt mit Lehrkräften filmschaffender Klassen und Schulen.

Ingund Schwarz  wurde am 06.06.1969 in Bad Kreuznach geboren. Sie ist Lehrerin für Deutsch und Sport sowie ausgebildete Theater- und Filmlehrerin und unterrichtet derzeit am Albert-Einstein-Gymnasium München. Sie ist seit vielen Jahren als Referentin für die Qualifizierung von Theaterlehrkräften an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen (ALP) und für Filmlehrkräfte an der LMU München tätig. In ihrer Funktion als Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Theater und Film an den bayerischen Schulen e.V. berät sie das Kultusministerium im Hinblick auf Unterrichts- und Fachentwicklung von Theater und Film in der Schule, arbeitet in bundesweiten Gremien für Theater in der Schule mit und fördert und engagiert sich insgesamt für die Weiterentwicklung und Stärkung der Fachbereiche Theater und Film in der Schule in Bayern. Seit 2019 ist sie zudem am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) Projektleiterin für das Pilotprojekt „Kulturschulen in Bayern“, eine Initiative des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, des ISB, der ALP und der Stiftung Mercator.

Maximilian Seubert, Lehrer an der städtischen Fachoberschule für Gestaltung. Nach seinem Zivildienst in der Dr. von Hauner‘schen Kinderklinik studierte er Deutsch, Sport und Ethik für ein Lehramt am Gymnasium. Neben dem Studium ließ er sich in einem Kooperationsprogramm des pädagogischen Lehrstuhls der Sportfakultät der TU München und dem Deutschen Alpenverein (DAV) als OUTDOOR-EDUCATION-TRAINER ausbilden. Abseits des Hochschullebens bekleidete er ein Ehrenamt als international anerkannter Jugendleiter und Jugendleiter-Ausbilder in der DEUTSCHEN PFADFINDERSCHAFT SANKT GEORG (DPSG). Seit 2016 ist er als Lehrer an der STÄDTISCHEN FACHOBERSCHULE FÜR GESTALTUNG MÜNCHEN tätig und betreut dort neben seinen Unterrichtsfächern das Wahlfach SZENISCHES GESTALTEN sowie das wissenschaftliche SEMINAR THEATERWISSENSCHAFTEN. Im Rahmen des TUSCH-Projekts pflegt er seit einem Jahr die Zusammenarbeit mit dem PÄDAGOGISCHEN INSTITUT MÜNCHEN, dem METROPOLTHEATER und der AUGUST-EVERDING-THEATERAKADEMIE.  Zudem fungiert Maximilian Seubert als Beauftragter für junge Männer, Familie und Sexualität an dieser Fachoberschule.

Verantwortlich für das Themenpanel:  Christina Berr (Referat für Bildung und Sport / PI-ZKB / Fachbereich Kulturelle Bildung)

 

Weiterführendes:

Pädagogisches Institut: www.pi-muenchen.de
www.lagds-bayern.de
Leitbild Schauburg

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