Freiräumen

Umnutzen statt Wegwerfen. Aneignen statt Wegschauen. Dialog statt Anklage.
In sieben bayerischen Städten erobern Kinder und Jugendliche den öffentlichen Raum mit künstlerischen Aktionen und räumen Plätze und Flächen, welche in einem Widerspruch zu einer nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft stehen könnten, frei und nutzen diese kreativ um.

Beschreibung des Projekts:

Das vorrangige Ziel von „Freiräumen“ ist, dass junge Menschen sich durch ästhetische Erfahrungen und partizipative Gestaltungsprozesse mit gesellschaftsrelevanten Themen auseinandersetzen und Verantwortung für ihre Lebens- sowie Umwelt übernehmen. Die Projekte sollen Impulse zur Reflexion und Weiterentwicklung von Denk- und Handlungsmustern geben. Anstatt mit erhobenem Zeigefinger einseitig zu kritisieren, soll mit Fantasie vielfältig diskutiert und (de-)konstruiert werden. Kultur und Natur sollen aufeinander bezogen, miteinander verknüpft und frech durcheinandergewirbelt werden. Durch das kreative Umgestalten, Umnutzen und Aneignen von öffentlichem Raum soll die Identifikation mit dem sozialen Nahraum gestärkt und somit Bezug und Boden für ein nachhaltiges Miteinander geschaffen werden. Neben der individuellen Bezugnahme, wird die Generierung öffentlicher Aufmerksamkeit sowie Achtsamkeit gegenüber unserer zu schützenden Umwelt angestrebt. Durch Betonen und Bespielen des öffentlichen Raums soll das Umdenken von Raumordnungen, Maßstäben und Mustern angeregt werden.

Potenziale kultureller Bildung:

Junge Menschen werden darin bestärkt und begleitet, öffentliche Räume zu okkupieren und künstlerisch zu transformieren. Künstlerisch-kulturelle Gestaltungsprozesse sind ein veritables Erprobungsfeld für politische Mitbestimmung. Die Thematisierung des Raums aus kultureller sowie aus ökologischer Perspektive ist außerdem ein wichtiger Weg zum Umdenken und sukzessiven Umbauen von Strukturen. Da Raumordnungen und -abgrenzungen oft unantastbar wirken, ist es von großer Bedeutung, genau hier anzusetzen und dies zu hinterfragen: Auch der bestehende Raum ist das Produkt einer permanenten Entwicklung und kann/muss an die Bedürfnisse der darin Lebenden angepasst werden.

Zusatzmaterialien:

https://ljke-bayern.de/freiraeumen/
Plakat

Ansprechpartner*innen:

Wiebke Zetzsche: Kulturpädagogin – Geschäftsstelle LJKE
wiebke.zetzsche@ljke-bayern.de

Institution und Projektträger:

Initiiert wurde das Projekt vom Landesverband der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen (LJKE Bayern e.V.) und dem Klimaschutzmanagement der Stadt Amberg. Das Projekt gehört zu den 10 GewinnerInnen des durch den Fond Nachhaltigkeitskultur bundesweiten ausgeschrieben Ideenwettbewerbs „Kultur + Nachhaltigkeit = Heimat“.
Die maßgeblich von den Kindern und Jugendlichen selbst gestalteten Kunstaktionen werden jeweils von einem lokalen Bündnis aus einer Jugendkunstschule bzw. kulturpädagogischen Einrichtung und einer Organisation des Umwelt- bzw. Naturschutzes, wie z. B. Klimaschutzmanagement, Transition, BUND, begleitet.
Eine Fachjury wählte aus einer größeren Anzahl von Projektbewerbungen sieben Projekte aus. Mitglieder dieser Jury waren Lotta Fröhlich (Fridays for Future-Gruppe Bamberg), Laura Bruns (stadtstattstrand München), Ulrich Hirschmüller (Urban Lab Nürnberg), Judith Bader (Städtische Galerie Traunstein) und Wiebke Zetzsche (LJKE Bayern e.V.).

Sparte/n:

Bildende Kunst, Performance, Theater, Architektur…

Zielgruppe:

Junge Menschen

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